RQM - Reflektives Qualitätsmangagement
Die Definition von Qualitätsmanagement folgt gegenwärtig einer eher begrenzten Perspektive. So versteht man darunter häufig "Maßnahmen zur Verbesserung von Produkten, Prozessen oder Leistungen". Doch was bislang als besser galt, steht mittlerweile öffentlich zur Disposition, denn die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die bisher im Geschäftsleben weitgehend als gültig angesehen Denkweisen erschüttert. Aus ganzheitlicher Sicht dürfte die Wahrheit in der Mitte liegen, weshalb eine weniger normative Begriffsbestimmung hilfreich ist.
In der Wirtschaft hat man lange Zeit "besser" gleichgesetzt mit "mehr". Grundlage für Entscheidungen ist also eine quantitative Perspektive. Es geht um eine Steigerung von Produktion und Effizienz, um höhere Einnahmen und mehr Gewinn. Der ursprüngliche Bezugspunkt des Begriffs Qualität, nämlich die Beschaffenheit von Produkten, Zuständen oder Prozessen, gerät dabei allzu leicht außer acht. Setzen wir dieser einseitig auf Wachstum ausgerichteten Betrachtung die Perspektive der Entwicklung entgegen, entsteht dagegen ein anderes Bild. Wie unter dem Punkt "Organisation und Entwicklung" beschrieben, ist dann nämlich der Mensch gefragt - in diesem Kontext der steuernde Mensch. Sobald Sie sich für Entwicklung statt für Wachstum entscheiden, öffnen sich Ihnen neue Welten des Wirtschaftens. Fortschritt wird ein kreativer Prozess des inneren Wandels. Das Entdecken des inneren Entwicklungspotenzials eröffnet Ihnen ein Universum an neuen Orientierungs- und Optimierungsmöglichkeiten.
Jede Auseinandersetzung mit Ihrer persönlichen Entwicklung, aus der Sie als Sieger hervor gehen, wird im Außen sichtbar als Erfolg. Es tritt eine Besserung des Zustandes ein und damit manifestiert sich eine höhere Qualität. Um eine solche, ganzheitlich orientierte Qualität zu erreichen, braucht man Methoden, die dem Begriff der Qualität in seinem Kern gerecht werden. Das von mir entwickelte Modell für ein Reflektives Qualitätsmanagement (RQM) besitzt diese ganzheitliche Ausrichtung. Es nutzt die Gegebenheiten einer Organisation zur Reflektion der persönlichen Entwicklungspotenziale. Hier betrachtet man Prozesse und Werte als Mittel und nicht als Ziel. Anders als bei den herkömmlichen QM-Modellen wie Value Based Management (VBM) und Total Quality Management (TQM), wo Prozess- und Wertinhalte das Ziel sind. Mit Hilfe des so genannten RQM-Rasters können Sie die Wertschöpfungskette Ihrer Organisation durchleuchten und feststellen, wo Reibungspunkte liegen, wo Menschen, Ressourcen und Kapital nicht ihr volles Entwicklungspotenzial verwirklichen.

