Der Prozess, der damit eingeleitet wird, zielt darauf ab, die noch nicht erschlossenen Potenziale des Bestehenden zur vollen Entfaltung zu bringen, also positive Entwicklung möglich zu machen. In diesem Sinne ist RQM ein Mittel, um Organisationen zu heilen. Es initiiert den Wandel des Zustandes einer Organisation durch ein Erkennen der bereits im Unternehmensorganismus angelegten Möglichkeiten. Durch ein besseres Hinsehen wird somit Besseres entdeckt.
Im "Unheilen" ist das Heile bereits angelegt - ein Zusammenhang, den wir aufgrund unserer Konditionierung, meistens in einem Entweder/Oder-Schema zu denken, nur allzu leicht übersehen. Durch die Entwicklung einer höheren Erkenntnisfähigkeit schaffen wir es, dieses Heile im "Unheilen" zu erkennen - und sensibel dafür zu werden, dass auch das Heile nicht ewig währen muss, sondern seinen Zustand jederzeit wieder verändern kann. So zeigt uns das Eine das Andere und wir lernen, beides in seiner wechselseitigen Bedingtheit und als Ganzes zu betrachten. Statt uns immer wieder entfernen zu wollen vom "Unheilen" oder Angst davor zu haben, das Heile wieder zu verlieren, nähern wir uns dem Ganzen. Und genau das ist das Ziel des Reflektiven Qualitätsmanagements (RQM) wie der menschlichen Entwicklung insgesamt: Das Trennende loslassen, das Ganze erkennen und zur Entfaltung bringen.

