Wirtschaft im 21. Jahrhundert
Wirtschaftliches Denken hat längst in allen Bereichen der Gesellschaft Einfluss gewonnen. Neben Unternehmen orientieren sich Politik, Gesundheits- und Finanzwesen, aber auch persönliche Lebensläufe und sogar die Familienplanung an wirtschaftlichen Aspekten. Das führt zu Konflikten, die tagtäglich die Zeitungen füllen. Die Menschheit steht vor ökologischen, demographischen, finanziellen, sozialen und gesundheitlichen Herausforderungen.
In allen Bereichen wird nach neuen Werten gesucht sowie nach Modellen, wie diese gehandhabt und umgesetzt werden können. Nachhaltiges Produzieren, die Wiederverwertung von verwendeten Materialien, Familiengeld, neue Gesetze für das Bankwesen, Gesundheits- statt Krankenkassen - die Ansätze sind so vielfältig wie die bestehenden Problemlagen. Nicht zuletzt verbreitet sich zunehmend die Einsicht, dass "immer mehr" nicht automatisch "immer besser" bedeutet.
Eine Ergänzung der Bedürfnispyramide von Maslow ermöglicht es uns, einen neuen Blick auf den weit verbreiteten Hang zu einem "immer mehr" zu werfen. Die Vertiefung der Bedürfnisstruktur um zwei Ebenen vergrößert das Verständnis für die bisherigen Werte und öffnet Dimensionen für Neue.
Die Wirtschaft ist bemüht, die Bedürfnishierarchie des Menschen so effektiv wie möglich zu adressieren. Häufig geht es darum, ein Maximum an Bedürfnissen unter Einsatz der vorhandenen oder eines Minimums an Mitteln zu befriedigen. Bedürfnisse sind dabei in Anlehnung an Maslow körperlicher Natur, beziehen sich auf den Wunsch nach Sicherheit, soziale Beziehungen, soziale Anerkennung und Selbstverwirklichung. Bei den eingesetzten Mitteln handelt es sich um natürliche Ressourcen, Arbeit und Kapital.
Die Pyramide umfasst fünf Stufen. Sie fängt an bei den grundlegenden Existenzfragen, also dem Bedürfnis nach Nahrung, körperlicher Unversehrtheit und Sicherheit, und hört auf bei der Selbstentfaltung oder auch Erleuchtung. Nach meinen Erkenntnissen fehlen zwei Stufen. Noch unterhalb der körperlichen Bedürfnisse sollte nach meiner Einschätzung der Wunsch nach Frieden stehen. Über die Spitze der bisherigen Pyramide hinaus sollte sich darüber hinaus das Bewusstsein der Bedürfnislosigkeit manifestieren.

