Bildlich lässt sich das wie folgt darstellen:
Ergänzung zur Maslowschen Bedürfnispyramide
Unter Frieden verstehe ich einen Geisteszustand, der akzeptiert, was ist - also den "inneren Frieden".
Solange wir diesem Bedürfnis nicht gerecht werden, werden wir bei dem Versuch, alle anderen Bedürfnisse zu befriedigen, aus einem inneren Unfrieden heraus handeln. Nahrung, Sicherheit, Anerkennung und Selbstentfaltung können uns den "inneren Frieden", nach dem wir uns sehnen, nicht schenken. Wir suchen das eine im anderen und werden ständig enttäuscht.
Stets bleibt ein Gefühl der Unzufriedenheit zurück und wir versuchen dem zu begegnen, indem wir "immer mehr" auf den beschriebenen Ebenen "konsumieren", um die wahrgenommene Lücke zu füllen.
Automatisierte Produktionstechniken, Aktienkurse und Zinsen kann man unter dieser Perspektive als Ausdruck dieses Mangelgefühls interpretieren. Diese Wirtschaftsformen erfüllen effektiv den Bedarf nach "immer mehr". Quantität steht dabei selbstverständlich im Vordergrund und geht aus ganzheitlicher Sicht leider zu oft zu Lasten der Qualität. Um aus der Sucht nach einem "immer mehr" ein ganzheitlich fundiertes "immer besser" werden zu lassen, empfehle ich, das grundlegendste Bedürfnis, nämlich das nach "innerem Frieden", als solches anzuerkennen. Für die Wirtschaft könnte daraus die Entstehung eines gigantischen neuen Marktes resultieren, denn, wie die Grafik zeigt, ist der Horizont, den dieses grundlegendste aller Bedürfnisse überspannt, sehr viel weiter als der der darauf folgenden menschlichen Grundbedürfnisse.

